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Die letzten Monate waren aufregend und ich habe das dringende Bedürfnis euch ein Update zu geben. Im Allgemeinen verspüre ich vermehrt das schlechte Gefühl euch zu wenig wissen zu lassen, weshalb ich heute etwas aus dem Nähkästchen plaudern möchte. Zurückspulen, Eindrücke festhalten.
Let’s go:

Thing/ks

Mich zog es aufs Land, in meine Heimat, nach Rom, Amsterdam, Stockholm, Düsseldorf, München, Bremen, Hannover, Hamburg. Einige der Reisen sind meinem Job und euch zu verdanken, einige waren da, um Zeit mit den wichtigsten Menschen meines Lebens zu verbringen. Reisen hilft mir beim durchatmen und Energie tanken. Je weiter ich weg bin, desto freier werden meine Gedanken. In Rom war ich dieses Jahr das erste Mal (hier gibts einen Bericht dazu) und bis heute sind mein Freund und ich am Schwärmen. Amsterdam ist meiner Meinung nach einer der schönsten Städte Europas – die Architektur, die Menschen, das Essen, die Coffeeshops. In Stockholm war ich wegen einer Pressereise mit Weekday, die mit einem mega Event und tollen Menschen die Zeit unvergesslich machten. In den letzten Wochen sehnte ich mich jedoch nach einer Auszeit in Berlin. Auch wenn jede Reise ein Highlight für Sich ist, verbringe ich doch am liebsten Zeit daheim.

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Nach dem ich fast ein Jahr sämtliche Events vermieden und mich lediglich zwei, drei Mal im Monat irgendwo blicken lassen habe, fühle ich mich zum Teil während einer Veranstaltung oder einem gemeinsamen Termin, wie eine Außenstehende Person die krankhaft unauthentische Leute um sich herum ertragen muss. In der Zwischenzeit ist so viel passiert und vor allem die Branche in der ich Arbeite hat sich stark verändert. Ich bin Freund von Veränderungen, doch frage ich mich wann die Emotionen auf der Strecke geblieben sind. Ich erinnere mich gerne daran, warum und wie ich das hier angefangen habe, und wie freundlich alles am Anfang schien. Es war die pure Lust an Mode, das Bedürfnis am Mitteilen und der Spaß an kreativer Arbeit.

Mit den Jahren trat die kreative Arbeit bei Bloggern in den Hintergrund – heute sind langweilige Selfies, 1-Filter-Influencer, Fotowand-Poser und vor allem die, die bei jedem Event vor der -cutesten- Wand die Beine überschlagen, angesagt. Ich kann darüber lachen, denn ich weiß genau wie viel eigene Arbeit hinter Fotos, Texten, Settings stecken kann, doch das ist der Einheitsbrei, den die Teenies sehen wollen. Das ist okay und ich verurteile niemanden, jedoch wünschte ich mir dabei ein bisschen mehr Substanz. Manche können sich vielleicht nicht vorstellen, das man lange überlegt wie man Kunden und bezahlte Jobs richtig unterbringt, damit es sich für beide Parteien rentiert und man niemandem etwas aufschwatzt. Gedanken und Arbeit stecken in jedem Foto, Beitrag, jeder Kooperation. In 8 Jahren habe ich weder mein Herz für Mitmenschen, noch meinen eigenen Anspruch auf unique content verloren und bin wahnsinnig happy und dankbar darüber das ich dieses außergewöhnliche Leben aus Selbstdarstellung, Kunst, Schein und Eigenpräsenz leben darf.  Solange man sich jeden Tag daran erinnert wer man ist, verliert man hoffentlich auch nicht den Boden der Tatsachen.

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Selfportrait wearing all vintage.

2 Comments

  • Da kann ich dir nur zustimmen..ich würde mir auch wieder mehr „Typen“ in der Bloggerszene wünschen und nicht diese einheitlichen,uniformierten Blondinen.. aber das kommt bei der jungen Generation gut an.. mal sehen wie sich noch alles verändert. Du bist und bleibst aber einer meiner Lieblingsblogger!

    • Ja, mir fehlt leider auch oftmals die Individualität. Toll, dass du es genau so siehst
      und vielen vielen Dank für deine ganzen lieben Kommentare! <3

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