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Anstatt euch eine genaue Berichterstattung und Outfits von der Fashion Week zu zeigen, wie ihr es gewohnt seid, habe ich mich dieses Jahr ganz bewusst mit den Jungs auf das wesentliche konzentriert: Mode. Wie die Bezeichnung der Veranstaltung „Berlin Fashion Week“ schon klar macht, sollte hier der Fokus auf Mode liegen. Im Vordergrund wünschen wir uns Designer mit ihren Kollektionen, die immerhin schlaflose Nächte und unglaublich viel Geld dafür hingeben, um wenige Minuten Aufmerksamkeit der Zuschauer und Presse zu gewinnen. Aber offensichtlich scheinen die Personen im Publikum die Hauptrolle zu spielen. Bevor das Licht erlischt und die Musik beginnt, wandern alle Blicke noch mal von Gast zu Gast um ganz genau zu wissen, wer wo, mit wem sitzt. Die einzigen Neuigkeiten, die man als Aussenstehender und Nicht-Mode-Freund mitbekommt, sind eingeflogene Ex-Frauen, hunderte wartende Gäste vor den Stylight Blogger Awards #fail oder der Promi Auflauf bei Guido Maria Kretschmer.
Die Fotos sind ein wilder Mix aus meinen persönlichen Highlights: Das Kronprinzenpalais, welches als Offsite-Location genutzt wurde, war die beste Location die wir seit langem bei der Fashion Week hatten. Die beste Kooperation hingegen, legte Kilian Kerner mit Vans hin und ließ mich während der Show vor Aufregung kaum auf dem Platz halten. Nadelstreifen Anzug und High Tops hatte ich lustiger weise einen Tag vorher an! Hien Le überzeugte mich nicht nur mit dem ruhigsten Team, dass ich jemals während der Fashion Week erlebt habe, sondern vor allem mit wunderschönen, weichen Mänteln in Camel und Grau. Frida von Dyn Menswear habe ich vor einigen Jahren mal auf einer Party kennengelernt (ich wette sie erinnert sich genauso wenig wie ich) und steckte mir ihre karte zu. Damals war das Label sehr jung und dieses mal durfte ich es mir anschauen. Verliebt habe ich mich in einen rot, geflochtenen, Wollpullover, die Hüte und das Model, welches den rot, geflochtenen Wollpulver trug. Haha. Julian Zigerli schaffte es allerdings mich mit einer Präsentation so dermaßen zu berühren, dass mir die Tränen kamen. Und womit er das geschafft hat? Als einziger zeigte er Respekt und Herz und ließ jedes Model genau das machen, was sie am besten können: sie selbst sein.
Das erste Foto beschreibt mein Denken darüber ganz gut. Ich liebe den Trubel, die tollen Klamotten, die gutriechenden Räume und Menschen, das Gefühl wenn das Licht ausgeht und eine Show anfängt. All das ist so unbeschreiblich schön, doch was wir dabei alle vergessen, ist das Leid und Wohl der Models. Dienen sie nicht genau wie diese kalten, weißen Plastikpuppen? Niemand von uns muss so oft das Gefühl haben nichts wert zu sein. Ich verneige mich vor euch, denn ihr macht einen tollen Job: Ganz egal wie eure Knie zittern, die Füße aus den Schuhen rutschen oder ihr über das Kleid stolpert: Ohne euch wäre das ganze nichts. GAR NICHTS.

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