3/03/2015

#KLAPPEZU

Lebensweisheit trifft Strassenwahrheit: Glücks-Zitate, Geh-dein-Leben-Sprüche, Küchenweisheiten - alles nur Gerede. Wir werden auf unseren Instagram und Facebook Feeds mit Lebensweisheiten, klugen Sprüchen und verträumten Zitaten überhäuft, doch finden wir wirklich SO unser Glück?

"Deine Instagram Follower machen dich nicht zu jemand besserem":  Über Instagram und all die anderen sozialen Netzwerke kann man sich stundenlang streiten und diskutieren.. Ich, für meinen Teil, bin sehr glücklich über moderne Medien, da ich so mein persönliches Sprachrohr gefunden habe und mit vielen Menschen auf der ganzen Welt vernetzt bin. Im Vergleich zu anderen Bloggern habe ich sogar relativ wenig Follower und habe mich deshalb oft verrückt gemacht, denn in meinem Job wird der "Wert" vor allem durch die Reichweite der jeweiligen Seite ermittelt. Als Instagram vor nicht allzu langer Zeit gekauften Follower, auf Deutsch gesagt, einen Strich durch die Rechnung machte, war es jedoch lustig zu sehen wie einige große Blogger sich wenige Minuten später die verlorenen Follower schnell nachkauften. Ich kann darüber lachen, doch frage ich mich was diese Personen mit ihrem gekauften Ruhm erreichen wollen. Ihr habt das 1. nicht nötig, 2. ist es sehr uncool von euch und 3. bitte genießt euer reales Leben und zerbrecht euch wegen sowas nicht den Kopf.

2/27/2015

GOOD TIMES

I wore a coat by el ganso, topman sweater, diesel jeans, marc by marc jacobs scarf and jeffery west shoes.
Lilly wore vintage D&G dress and london trash shoes.

Kennt ihr diese Momente an denen ihr in die Augen eines Freundes blickt und ihr das blühende Leben in Ihnen erkennen könnt? Diese Momente sind es, die mich in schweren Zeiten aus dem Loch holen und mich glücklich machen. Wenn Sie traurig sind, bin ich es auch. Sind sie glücklich, bin ich es genauso. Lange habe ich meinen besten Freund nicht mehr mit so einem stolzen Blick und einem Ausdruck in den Augen gesehen wie gestern. Was ihn dazu gebracht hat: Eine Perücke, Make up, hohe Schuhe und ein Kleid. Und genau deshalb möchte ich dir nur eins sagen: Danke dafür, dass du den Mut hast du selbst zu sein. Ich bin wahnsinnig Stolz darauf jemandem wie dich zu kennen, von dir zu lernen und durch dich ein besserer Mensch zu werden.

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2/19/2015

IDEAL OUTFIT

Bally Fall/Winter 2015

If only I were wearing this right now.

2/09/2015

That's what it's all about/ my mbfw diary

ALL PICTURES MADE BY ME 

Anstatt euch eine genaue Berichterstattung und Outfits von der Fashion Week zu zeigen, wie ihr es gewohnt seid, habe ich mich dieses Jahr ganz bewusst mit den Jungs auf das wesentliche konzentriert: Mode. Wie die Bezeichnung der Veranstaltung "Berlin Fashion Week" schon klar macht, sollte hier der Fokus auf Mode liegen. Im Vordergrund wünschen wir uns Designer mit ihren Kollektionen, die immerhin schlaflose Nächte und unglaublich viel Geld dafür hingeben, um wenige Minuten Aufmerksamkeit der Zuschauer und Presse zu gewinnen. Aber offensichtlich scheinen die Personen im Publikum die Hauptrolle zu spielen. Bevor das Licht erlischt und die Musik beginnt, wandern alle Blicke noch mal von Gast zu Gast um ganz genau zu wissen, wer wo, mit wem sitzt. Die einzigen Neuigkeiten, die man als Aussenstehender und Nicht-Mode-Freund mitbekommt, sind eingeflogene Ex-Frauen, hunderte wartende Gäste vor den Stylight Blogger Awards #fail oder der Promi Auflauf bei Guido Maria Kretschmer. 

Die Fotos sind ein wilder Mix aus meinen persönlichen Highlights: Das Kronprinzenpalais, welches als Offsite-Location genutzt wurde, war die beste Location die wir seit langem bei der Fashion Week hatten. Die beste Kooperation hingegen, legte Kilian Kerner mit Vans hin und ließ mich während der Show vor Aufregung kaum auf dem Platz halten. Nadelstreifen Anzug und High Tops hatte ich lustiger weise einen Tag vorher an! Hien Le überzeugte mich nicht nur mit dem ruhigsten Team, dass ich jemals während der Fashion Week erlebt habe, sondern vor allem mit wunderschönen, weichen Mänteln in Camel und Grau. Frida von Dyn Menswear habe ich vor einigen Jahren mal auf einer Party kennengelernt (ich wette sie erinnert sich genauso wenig wie ich) und steckte mir ihre karte zu. Damals war das Label sehr jung und dieses mal durfte ich es mir anschauen. Verliebt habe ich mich in einen rot, geflochtenen, Wollpullover, die Hüte und das Model, welches den rot, geflochtenen Wollpulver trug. Haha. Julian Zigerli schaffte es allerdings mich mit einer Präsentation so dermaßen zu berühren, dass mir die Tränen kamen. Und womit er das geschafft hat? Als einziger zeigte er Respekt und Herz und ließ jedes Model genau das machen, was sie am besten können: sie selbst sein. 

Das erste Foto beschreibt mein Denken darüber ganz gut. Ich liebe den Trubel, die tollen Klamotten, die gutriechenden Räume und Menschen, das Gefühl wenn das Licht ausgeht und eine Show anfängt. All das ist so unbeschreiblich schön, doch was wir dabei alle vergessen, ist das Leid und Wohl der Models. Dienen sie nicht genau wie diese kalten, weißen Plastikpuppen? Niemand von uns muss so oft das Gefühl haben nichts wert zu sein. Ich verneige mich vor euch, denn ihr macht einen tollen Job: Ganz egal wie eure Knie zittern, die Füße aus den Schuhen rutschen oder ihr über das Kleid stolpert: Ohne euch wäre das ganze nichts. GAR NICHTS


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2/06/2015

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T-Shirt and Hoodie: Uniqlo/ Parka: Vintage (Thank you Evin!)/ Jeans: Lee/ Shoes: Rick Owens
Vielleicht könnt ihr mir meine müden Augen und mein verschobenes Gesicht ansehen: die Fotos sind eine Woche nach einer Zahn-Op entstanden (ich durfte schon wieder rauchen, keine Angst), die mich ziemlich mitgenommen hat. Dieses Jahr hat für mich unerwartet scheiße und doch brillant angefangen. Während meine Freunde am Silvesterabend fröhlich herumsprangen und sich betrinken konnten, bekam ich schon nach einem Sekt das Gefühl, meine Schmerztabletten würden mich in anderen Spähren schweben lassen. Nach meiner Grippe folgte diese wirklich unschöne Zeit nach dem mir mein Weisheitszahn gezogen wurde. Die Grippe lag noch in meinen Knochen und das ständige Tablettenschlucken machte mich wahnsinnig. Zwei Tage lang war mein Mund so angeschwollen, dass ich nicht mal einen Löffel einführen konnte und dementsprechend machte mein Körper schlapp und umso schwerer fiel es mir für die Fashion Week und die Zeit danach fit zu werden.

Kommen wir aber zum brillanten Teil: Nach meinem kleinen Tief im letzten Jahr, wo mir das Bloggen und der Wunsch hiermit weiterzumachen nicht ganz klar war, blühte ich dieses Jahr wieder auf. Ich habe mich in meinem Leben nie mit den negativen Sachen befasst, alles schien immer auf irgendeine Art und Weise richtig und gut zu sein. Mein naives Denken, welches ich vor allem in der Zeit hatte als ich nach Berlin gezogen bin, hat sich mit den Jahren um 180 Grad gewendet. Ich habe nie gewusst, wie es sich anfühlt "Erwachsen" zu werden. Natürlich habe ich gelernt was es heißt Verantwortung zu übernehmen, meine Miete zu verdienen und den Haushalt zu schmeißen, doch in all den Jahren habe ich nie Zeit mit mir selbst verbracht. Ständig war ich umgeben von meinen Freunden und habe unzählig viele Leute getroffen. Mein Job und die Modebranche schien für mich das Richtige, denn ich hatte nie das Verlangen von anderen zu Lernen und verschiedene Sichtweisen auf meine Eigene zu projizieren. Ich war naiv. Es funktionierte alles und mein Leben entwickelte sich zu einer Traumwelt die aus Fotos machen, Bloggen und auf Events gehen bestand. Aber war ich wirklich glücklich damit?

Der Winter in Berlin ist nass, kalt und traurig. Egal wohin du gehst, es ist nirgendwo so gemütlich wie zu Hause und somit genieße ich ein Stückweit die Ruhe. Wenn man an sein Bett gefesselt ist und das Haus nur für Apotheken- und Späti Besuche verlässt, ist man gezwungen sich mit sich selbst zu beschäftigen. Die Gedanken schwanken jeden Tag zwischen "Alles ist scheiße, ich will dass die Sonne scheint und ich gesund unter Palmen liege." und den tiefen Momenten, in dem man über sein bisheriges und zukünftiges Leben nachdenkt. Ich habe endlich Begriffen, dass mein echtes Leben, dass Leben das ich nur einmal führen kann, wichtiger als alles andere ist. Die Oberflächlichkeit und all das Fake-Instagram Leben ist mir mit der Zeit so zum Verhängnis geworden, dass ich vergessen habe, wer ich wirklich bin. Ich bin niemand besseres, weil ich diesen Blog schreibe. Ich bin niemand besseres, weil ich zu Events eingeladen werde. Ich bin niemand besseres, weil ich viele Leute erreiche, die mir tolles Feedback geben. Und ich werde niemals jemand besseres sein. Ich möchte niemand sein, der darüber nachdenkt ob er das Foto wirklich hochladen kann, obwohl die Augen etwas müde, die Beine zu dick oder die Haare zu fettig aussehen. All das ist das, worüber wir uns am wenigsten Gedanken machen sollten: Was andere von uns denken. Ich habe über nichts anderes nachdenken können, wenn mich andere Blogger komisch angeschaut haben oder jemand nicht ganz so freundlich gegrüßt hat. Ich habe mich unwohl gefühlt, wenn ich etwas "zu verrücktes" für den Anlass anhatte und mich jemand komisch anschaute. Die selbstbewusste Person, die ich immer versuchte zu zeigen, war bis Ende letzten Jahres immer noch nicht in der Realität angekommen.

Es ist schön zu entdecken, wie unalleine alleine sein kann. Nichts desto trotz muss man lernen sich auf die Menschen zu konzentrieren, die man liebt und mit denen man über alles sprechen kann. Mir fiel es nie leicht EUCH alles aus meinem Leben zu erzählen. Die Barriere die zwischen mir und den vielen Leuten, die sich meine Geschichte hier noch anschauen, zu überschreiten und die comfort zone zu verlassen ist aber notwendig. Immer habe ich euch gesagt, es sei das Wichtigste niemals von seinem Weg abzukommen, egal wer oder was euch auch daran hindert. Ich habe meinen Weg gefunden und hoffe, dass wir ihn gemeinsam gehen.

Erwachsenwerden: 3/94889291906193...

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